Spezialisierungen

Spezialisierung "Pragmatische Kulturwissenschaft"

Die Spezialisierung Pragmatische Kulturwissenschaft wird im Rahmen des Instituts für Germanistik an der Katholischen Péter-Pázmány-Universität in Piliscsaba bei Budapest als deutschsprachige Zusatzausbildung angeboten. Teilnehmen können alle Studierenden der Fakultät, die über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

Hinter dem Begriff "pragmatische Kulturwissenschaft" steht die Überzeugung, dass man über konkrete Handlungen am nachhaltigsten zu Erkenntnissen gelangt. Daher spielen praktische Erfahrungen neben dem theoretischen Input eine große Rolle.

Ziel der Ausbildung ist, den Studierenden kulturwissenschaftliches Basiswissen zu vermitteln, ihnen durch eigenständige Projektorganisation einen Zugang zu Kulturarbeit zu ermöglichen und ihre sprachlichen Fertigkeiten zu vertiefen.

Lehrplan, aktuelles Programm und Informationen zu unseren Projekten finden Sie auf der Webseite der Spezialisierung Pragmatische Kulturwissenschaft: www.pkw-ppke.info

Übersetzerspezialisierung

Das Germanistische Institut bietet seit dem Herbstsemester 2002 / 2003 eine Spezialisierung zum Übersetzer für das Sprachenpaar Ungarisch - Deutsch an, die sich an Studierende in höheren Semestern richtet. Das Programm erstreckt sich auf zwei Jahre und der erfolgreiche Abschluss wird mit einem entsprechenden Einlageblatt im Diplom des Absolventen gesondert bescheinigt.

Zugelassen zur Übersetzerspezialisierung sind Studenten in höheren Semestern (4-5. Studienjahr), die jede ihrer Abschlussprüfungen (gemeint sind: 'Sprachliche Abschlussprüfung', 'Abschlussprüfung in Linguistik des Deutschen' und 'Abschlussprüfung in deutscher Literaturwissenschaft') mit einer 4 'gut' oder 5 'sehr gut' abgelegt haben. Außerdem müssen die Kandidaten eine schriftliche Eingangsprüfung bestehen.

Die Übersetzerspezialisierung ist für 2 Studienjahre, also insgesamt 4 Semester geplant. In diesem Zeitraum müssen 10 Studieneinheiten absolviert werden, die sich aus folgenden Modulen zusammensetzen: 8 Studieneinheiten (Lehrveranstaltungen -Seminare und Übungen)('órás tanegységek') und 2 Prüfungseinheiten (Zwischenprüfung und Abschlussprüfung) ('órátlan tanegységek').

Der Studienablauf sieht folgendermaßen aus:

1. Semester: Übersetzungstheorie I		2. Semester: Übersetzungstheorie II
	    Übersetzungspraxis I 			    Übersetzungspraxis II 

				Zwischenprüfung	

3. Semester: Übersetzungstheorie III		4. Semester: Übersetzungstheorie IV
	    Übersetzungspraxis III			    Übersetzungspraxis IV 

				Abschlussprüfung

Wie aus dem obigen Plan hervorgeht, wird bei der Spezialisierung großer Wert auf die Verknüpfung von Theorie und Praxis gelegt. Im theoretischen Teil der Spezialisierung werden u.a. folgende Schwerpunkte behandelt:

  • Geschichte, gegenwärtiger Forschungsstand der Übersetzungstheorie

  • Einführung in die Methoden und Techniken der Terminologielehre und der Übersetzungswissenschaft

  • Einführung in die Methoden und Erkenntnisse der modernen Textlinguistik

  • Textsortenvielfalt und -spezifik der modernen deutschen und ungarischen Sprache

  • Kontrastive Studien zum Sprachenpaar Ungarisch-Deutsch

Im Mittelpunkt des praxisbezogenen Teils der Spezialisierung werden u.a. folgende Themenbereiche stehen:

  • allgemeinsprachliche Hin- und Herübersetzungen, einschließlich Pressesprache

  • Hin- und Herübersetzungen von fachsprachlichen Texten aus der Wirtschaft, Gesellschaftswissenschaft, Politik und der Belletristik

  • Einführung in den Gebrauch von Hilfsmitteln (Wörterbücher, Datenbanken, Internetrecherchen usw.); dabei Erstellung von eigenen Terminologien und Glossaren

Spezialisierung "Deutsch als Fremdsprache"

Warum DaF-Spezialisierung?

Durch den Zusammenschluss der europäischen Länder ist mit einem stetig steigenden Bedarf an Sprachlehrern zu rechnen, besonders in Ost- und Mitteleuropa. Immer mehr zukünftige Arbeitnehmer im gemeinsamen Europa brauchen moderne, gut brauchbare Sprachkenntnisse, um bei der Stellensuche erfolgreich zu sein. In der "Wissensgesellschaft" unserer Zeit - neben der Allgemeinbildung - hat die Kenntnis mindestens zweier Fremdsprachen einen sehr hohen Stellenwert. Obwohl Englisch ganz eindeutig die ?erste Fremdsprache' in der Welt ist, spielt in Ungarn die deutsche Sprache - wegen der geographischen Lage - eine sehr wichtige Rolle. Deshalb braucht Ungarn hochqualifizierte Deutschlehrer mit sehr guten Sprachkenntnissen und gründlichem, sicherem Methodenwissen. Die Sprachenpolitik in Ungarn hat zum Ziel, dass der Beruf des Lehrers in Kürze wieder ein höheres Prestige in der ungarischen Gesellschaft bekommt und mit einem höheren Einkommen verbunden ist, wodurch der Beruf des Lehrers bei den Jugendlichen wieder erstrebenswert sein könnte.

Zielgruppe:

Wir empfehlen die Spezialisierung in erster Linie den Studenten, die vorhaben Deutschlehrer zu werden, oder mit dem Gedanken spielen, sich nach oder schon während des Studiums als Lehrer in Sprachkursen auszuprobieren oder Privatstunden zu geben.

Ausbildungsziele:

Absolventen der Spezialisierung sollen befähigt sein, im Primar-, Sekundar- sowie im Erwachsenenbereich Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten. Durch Entwicklung eines autonomen, reflexiven Lehrerverhaltens sollen die Studenten lernen, zielgruppenorientiert zu unterrichten, indem sie ihre Methodenkenntnisse der jeweiligen Zielgruppe anpassen oder/und evtl. selbst Unterrichtsmaterialien entwickeln.

Voraussetzungen

BNA-065 Sprachliche Grundprüfung

BNA-070 Sprachliche Abschlussprüfung

Aufbau:

8-10 Unterrichtseinheiten in Ungarn:

Grundstudium:

PED-N-11 	Grundlagen der Sprachpädagogik (Vorlesung)
PED-N-12 	Grundlagen I. (Seminar)
PED-N-13	Grundlagen II. (Seminar) 
BNB-012	Lernen durch Lehren (Seminar)

Hauptstudium (Seminare zur Wahl):

Lehrwerkanalyse 			Übungstypologie
Medien im FU			Internet und Computer im FU
Dramapädagogik im FU 		Literarische Texte im FU
Wortschatzarbeit im FU		Interkulturelles Lernen
Testen und Prüfen im FU 		Primardidaktik

Die besten Studenten können sich um ein Stipendium in Deutschland bewerben und ein Semester an der Katholischen Universität Eichstätt verbringen. Das heißt:

Schulpraktikum:

40 Stunden Hospitation und eigene Unterrichtsgestaltung am Ungarn-Deutschen Gymnasium in Burg Kastl (2 Monate) und

Studium:

Wahlfächer nach dem jeweiligen Semesterangebot der Universität Eichstätt (ca. 4 Monate)

Abschluss:

Der erfolgreiche Abschluss der Spezialisierung wird mit einem Einlageblatt im Diplom des Absolventen gesondert bescheinigt. Den Studenten der DaF-Spezialisierung wird empfohlen, ihre Diplomarbeit in Fachdidaktik zu schreiben.


(C) 2008 Katholische Péter-Pázmány-Universität Institut für Germanistik.